Dies und Das

Wir sind alle eins

Was wirklich zählt im Leben, ist, zu verstehen:
Wir alle sind miteinander verbunden. Niemand ist eine Insel. Manche Menschen sind für uns der Weg, andere das Ziel. Doch immer geht es darum, respektvoll miteinander umzugehen. Da zu sein. und wenn es nötig ist, zu helfen.

Wir alle tragen einen grossen Schatz in uns, jenen Wesenskern, der einem Juwel gleicht. Diesen freizulegen und zum Strahlen zu bringen, ist der Grund unseres Seins. Gemeinsam sind wir Hoffnung, sind tausend Sonnen, die die Dunkelheit vertreiben können. Sobald wir uns erkennen, uns verbinden, werden wir einer universellen Art der Liebe gegenwärtig, die uns zu Botschafterinnen des Lichtes und der Liebe macht.                                                                                  

Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist.

                                                                                                  Sei einzig, nicht artig.

Die integrative Kraft des Weiblichen

„Ein Tag wird kommen, an dem die Frauen goldene Augen haben. Sie werden goldene Haare haben. Und es wird der Tag kommen, wo alle Frauen und Männer die Poesie ihres Geschlechts wieder entdecken. Dieser Tag wird kommen, an dem wir frei sein werden. Und wir werden frei sein, freier als jede Freiheit, freier als jede Freiheit, an die wir je gedacht haben. Und alles wird fallen, was uns heute zerstört. Wir werden frei sein. Wir werden miteinander frei sein, die Frauen und die Männer.

Und unsere Hände werden begabt sein für die Güte. Unsere Hände werden begabt sein für die Liebe. Und das wird unsere Freiheit sein.“

(Ingeborg Bachmann)

                                                    

Gedicht von Mario de Andrade

(San Paolo 1893-1945) Dichter, Schriftsteller, Essayist und Musikwissenschaftler.

Einer der Gründer der brasilianischen Moderne.

Meine Seele hat es eilig.

Ich habe meine Jahre gezählt und festgestellt, dass ich weniger Zeit habe, zu leben, als ich bisher gelebt habe.

Ich fühle mich wie dieses Kind, das eine Schachtel Bonbons gewonnen hat: die ersten isst sie mit Vergnügen, aber als es merkt, dass nur noch wenige übrig sind, begann es, sie wirklich zu genießen.

Ich habe keine Zeit für endlose Konferenzen, bei denen die Statuten, Regeln, Verfahren und internen Vorschriften besprochen werden, in dem Wissen, dass nichts erreicht wird.

Ich habe keine Zeit mehr, absurde Menschen zu ertragen , die ungeachtet ihres Alters nicht gewachsen sind.

Ich habe keine Zeit mehr, mit Mittelmäßigkeiten zu kämpfen.

Ich will nicht in Besprechungen sein, in denen aufgeblasene Egos aufmarschieren.

Ich vertrage keine Manipulierer und Opportunisten.

Mich stören die Neider, die versuchen, Fähigere in Verruf zu bringen, um sich ihrer Positionen, Talente und Erfolge zu bemächtigen.

Meine Zeit ist zu kurz um Überschriften zu diskutieren. Ich will das Wesentliche, denn meine Seele ist in Eile. Ohne viele Süssigkeiten in der Packung.

Ich möchte mit Menschen leben, die sehr menschlich sind.

Menschen, die über ihre Fehler lachen können, die sich nichts auf ihre Erfolge einbilden.

Die sich nicht vorzeitig berufen fühlen und die nicht vor ihrer Verantwortung fliehen.

Die die menschliche Würde verteidigen und die nur an der Seite der Wahrheit und Rechtschaffenheit gehen möchten.

Es ist das, was das Leben lebenswert macht.

Ich möchte mich mit Menschen umgeben, die es verstehen, die Herzen anderer zu berühren.

Menschen, die durch die harten Schläge des Lebens lernten, durch sanfte Berührungen der Seele zu wachsen.

Ja, ich habe es eilig, ich habe es eilig, mit der Intensität zu leben, die nur die Reife geben kann.

Ich versuche, keine der Süßigkeiten, die mir noch bleiben, zu verschwenden.

Ich bin mir sicher, dass sie köstlicher sein werden, als die, die ich bereits gegessen habe.

Mein Ziel ist es, das Ende zufrieden zu erreichen, in Frieden mit mir, meinen Lieben und meinem Gewissen.

Wir haben zwei Leben und das zweite beginnt, wenn du erkennst, dass du nur eins hast.